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Transplantation



Was erwartet mich im Spital?

In der Schweiz werden Patienten für die Transplantation in einem infektionsgeschützten (in sogenannter Umkehrisolation) Einzelzimmer auf einer Spezialabteilung hospitalisiert. Jedes der Spitäler hat zwar seinen eigenen Stil, aber die Vorgehensweise ist prinzipiell vergleichbar.

Patienten werden darüber durch das Team, das sie betreuen wird, informiert. Wenn alle Voruntersuchungen abgeschlossen sind, erhalten sie Chemo- und/oder Strahlenterapie zur Vernichtung des kranken Knochenmarks. Die Nebenwirkungen sind dank den heute gebräuchlichen Medikamenten in der Regel gut erträglich.

Danach werden ihnen die gesunden Stammzellen wie bei einer Bluttransfusion über einen Venenkatheter verabreicht. Nach „Mini“-Transplantation dauert es in der Regel nur wenige Tage bis der Patient sich erholt hat und entlassen werden kann. Nach Hochdosistherapie ist die Erholungsphase länger. Bis die Spenderzellen sich genügend vermehrt haben, bleiben die Blutwerte niedrig; die meisten Patienten brauchen Transfusionen und Antibiotika zur Verhütung oder Behandlung infektiöser Komplikationen. Nach ca. 14 Tagen meldet das Transplantat, dass es seine Arbeit aufgenommen hat, zunächst mit ansteigenden Leukozytenzahlen.

Die Dauer des Spitalaufenthaltes richtet sich nach diesen, und nach dem Auftreten und dem Schweregrad allfälliger GvHD. Die Entlassung erfolgt entweder direkt nach Hause oder auf eine normale Spitalabteilung. Auf den Spezialabteilungen werden die Patienten rund um die Uhr von erfahrenen Fachkräften betreut, die auch ein offenes Ohr haben, wenn die psychischen Kräfte nach der Transplantation nachzulassen drohen.

--> Was ist eine „Mini“-Transplantation?
--> Was ist GvHD?

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Was erwartet mich nach Spitalaustritt?

Die meisten Patienten verlassen zwar das Spital gerne, sind aber körperlich noch schwach und brauchen im Alltag Hilfe von ihren Angehörigen. Der Appetit erholt sich langsam, die obligatorischen Medikamente werden ungern eingenommen.

Das Tragen einer Maske für den Infektionsschutz wird in öffentlichen Räumen empfohlen. Regelmässige, später jährliche ambulante Kontrollen in der Transplantationsklinik sind notwendig.

Wenn keine schwere GvHD auftritt, schreitet die Erholung relativ rasch fort, die Immunsuppression kann im Verlauf der ersten Monate reduziert und schliesslich aufgehoben werden, die volle Leistungsfähigkeit darf aber nicht zu früh erwartet werden.

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Werde ich die Haare verlieren und wachsen sie nach?

Nach Hochdosis Chemo-und Strahlentherapie fallen die Kopfhaare – selten auch Augenbrauen und Wimpern – meist ganz aus und wachsen innerhalb eines Jahres wieder nach (viele Patientinnen machen es sich zur Freude für die haarlose Phase originelle Kopfbedeckungen zu basteln).

Gewisse Hochdosis-Medikamente können  in seltenen Fällen bleibenden Haarverlust verursachen. Nach „mini“ –(verminderte Intensität) Chemo-und Strahlentherapie fallen die Haare in der Regel nicht aus.

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Kann man nach allogener Stammzelltransplantation Kinder zeugen?

Inzwischen gibt es zwar weltweit viele natürlich gezeugte Kinder von Müttern oder Vätern nach Hochdosistherapie und Stammzelltransplantation; dennoch muss im Einzelfall damit gerechnet werden, dass das Keimdrüsengewebe sich nicht genügend erholt.

„Mini“- Chemotherapie und- Bestrahlung (siehe diese) schädigt das Keimgewebe kaum, wird aber jungen Patienten wegen der höheren Rückfallquote nicht empfohlen. Männlichen Patienten mit Familienplänen wird nahe gelegt, vor der Hochdosistherapie, besser noch vor der ersten Chemotherapie, Samen für allfällige spätere Verwendung einfrieren zu lassen.

Obschon die Sorgen um die Krankheit zu diesem Zeitpunkt überwiegen, sollte diese Möglichkeit im Auge behalten werden. Das Einfrieren von Eizellen für spätere Verwendung ist heute eine Möglichkeit für junge Frauen, falls sich neben der dringlichen Therapie der Krankheit Zeit für die Entnahme von Eizellen findet.

Es gibt inzwischen viele gesunde Kinder, die durch gefrorene Keimzellen mit Hilfe künstlicher Befruchtung gezeugt wurden. Beratung durch Spezialisten steht in den Transplantationszentren zur Verfügung.

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Kommen junge Frauen nach der Transplantation in die „Abänderung“?

Nach Hochdosis-Chemotherapie und – Bestrahlung tritt bei der Mehrzahl der Frauen die Abänderung (Menopause) ein. Diese vorzeitige Menopause sollte – trotz der heute weit verbreiteten Ablehnung von Hormonen – mit Hormonersatz behandelt werden, um Spätschäden zu verhindern.

Patientinnen werden an den Transplantationszentren individuell von Spezialisten beraten.

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Kann man nach Stammzelltransplantation ein normales Leben führen?

Ja! Obschon es keine Garantien gibt, da die Transplantationskomplikationen meist nicht vorausgesagt werden können, obschon der Heilungsverlauf oft länger und steiniger ist als erwartet, und obschon sich die Leistungsfähigkeit  nicht bei allen ganz erholt, bezeugen die meisten überlebenden Patienten, dass das Leben nach Stammzelltransplantation weitgehend normal, und in gewisser Hinsicht sogar reicher als vorher sein kann. Die Mitglieder unserer Besuchergruppe (siehe diese) sind gerne bereit von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten.

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Wann und wie darf ich mich bei meinem Fremdspender bedanken?

Das Spenden musste vollständig anonymisiert werden, sodass einzig das Blutstammzellregister weiss, wer der Spender/ die Spenderin war. Ein Dankeschön kann aber bei www.bloodstemcells.ch deponiert werden.

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Fragen und Antworten für Patienten

Was erwartet mich im Spital?

Was erwartet mich nach Spitalaustritt?

Werde ich die Haare verlieren und wachsen sie nach?

Kann man nach allogener Stammzelltransplantation Kinder zeugen?

Kommen junge Frauen nach der Transplantation in die „Abänderung“?

Kann man nach Stammzelltransplantation ein normales Leben führen?

Wann und wie darf ich mich bei meinem Fremdspender bedanken?


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